23 December 2020

Transkription und (versuchte) Übersetzung

Manisch

Deutsch

Lukas 2,1-20

Als Augustus noch der Chefgardsch war, wollte er, dass alle Nillos gekinnt wern.

Als Augustus noch der Obermacker war, wollte er, dass alle beschränkte Menschen gezählt werden.

Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen.

Dazu mussten alle Nervelos zurück in ihre Heimat vornaschen, um sich kinne' zu lassen.

Dazu mussten alle nervenden Menschen zurück in ihre Heimat laufen, um sich zählen zu lassen.

Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.

Also musste auch der Joseph aus Nazareth losnaschen, um in seiner bodoldische Fore Bethlehem zu wehlen.

Also musste auch der Joseph aus Nazareth losgehen, um sich in seine jüdische Stadt Bethlehem zu bewegen.

So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt […​]

Zusammen mit seiner Chefmoss, die sich tschü hat in die Minsch buje lasse, aber schön besi war, kärte sie sich auf den langen dromm.

Zusammen mit seiner liebsten Frau, die sich nicht [in die XXX] hat vögeln lassen, aber sehr schwanger war, machten sie sich auf den langen Weg.

Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.

In der fore Bethlehem, dehlt es tschü kehr für diese zwei. Also poften sie in einem Tschindi.

In der Stadt Bethlehem, gab es kein Haus für diese zwei. Also schliefen sie in einem Stall.

[?]

In der einen Ratt - es was so um den 24. - kalbte dann die derni moss Maria den kleinen Rackelo; der Lattejupp.

In der einen Nacht - es was so um den 24. - gebar dann die schöne Frau Maria das kleine Kind; den Jesus.

[…​]und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen.

Da sie tschü plack tschäfften, musste der kleine dinnelo in seiner tschundebux in der Gripp' pofen.

Da sie kein Bett hatten, musste der kleine Narr in seiner Windel in einer Grippe schlafen.

Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

Da waren auf einer Medin ein paar Tschabos, die auf ihre Baglis gespannt haben, als Ihnen ein gesander Gardsch von dewel spanifte, und naschte auf sie zu.

Da waren auf einer Wiese ein paar Freunde, die auf ihre Viecher aufgepasst haben, als Ihnen ein gesandter Kerl von Gott erschien(?) und auf sie zukam.

In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.

Die latschokeit von dewel leuchtete und dene(?) [eme?=Angst]

Die Herrlichkeit des Herrn leuchtete und ängstigte(?) (sie).

Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr.

Er puckte: habt tschü Drasch. Ich versprech’s. Bat weselo euch allen: In der fore Betlehem wurde ein tschukele gardsch geboren;

Es sprach: Habt keine Angst. Ich versprech’s. Freudige Glaube(Kunde?) euch allen: In der Stadt Betlehem wurde ein hübscher Bursche geboren;

Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren;

Der ist euer Messias! Ihr tut das kleine Raggelo in tschundebuxe in ein tschindli hadschen. Der helle sirna wird euch helfen.

Der ist euer Messias! Ihr tut das kleine Kind in Windeln in einem Stall finden. Der helle Stern wird euch helfen.

Er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.

Als dem dewel sein gardsch abgenascht ist, puckten die tschabos miteinander: lasst uns nach Betlehem naschen, und den kleinen raggelo rodern. Und mal tuckern, was da abnascht.

Als der gesandte Gottes weg gegangen war, sprachen die Freunde miteinander: lasst uns nach Betlehem gehen, und das kleine Kind suchen. Und mal sehen, was da abgeht.

Und es geschah, als die Engel von ihnen in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Lasst uns nach Betlehem gehen, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr kundgetan hat!

Dort hadschen sie Joseph, Maria und den kleinen Laddejupp. Aus dem Trom zurück, dankten sie dem dewel dafür, was sie alle gelunzt und gediggert haben, wie es ihnen gepuckt wurde.

Dort fanden sie Joseph, Maria und den kleinen Jesus. Auf dem Weg zurück dankten sie dem Herrn dafür, was sie alles gehört und gesehen haben, wie es ihnen gesagt wurde.

So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. […​] Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.